Archiv für den Monat: Oktober 2014

Oh misty eye of the mountain below…

Wir sind in Neuseeland! Unglaublich aber wahr…und das nun schon seit 5 Tagen!

Nach unserer sehr verregneten Zeit in Sydney waren die drei Wochen in denen wir mit dem Camper die Ostkueste hoch und wieder runter gefahren sind das Beste was wir haetten machen koennen. Raus aus der grossen Stadt und in einen Nationalpark nach dem anderen. Unser erster Stopp auf dieser Reise waren die wunderschoenen Blue Mountains, noch nicht allzu weit von Sydney entfernt (sie schimmern uebrigens wirklich blau, wer haette das gedacht..) in denen wir ein paar Tage umhergewandert sind (was nicht halb so anstrengend war wie in Sappa, Vietnam, aber mindestens genauso schoen…nur ganz anders). Die Naechte haben wir auf zwei verschiedenen sogenannten Bush Campsites verbracht, die, wer haette es erwartet, mitten im Bush sind. Abgesehen von Baumen, Baechen und Plumpsklos findet man auf solchen Campsites nicht viel, was aber wie gesagt nach Sydney eine angenehme Abwechslung war (abgesehen von den Plumpsklos natuerlich ;) ). Etwas unangenehm waren auch die Muecken, gott sei Dank sind wir dafuer ja nicht so anfaellig…(und hatten noch unsere Cortisoncreme und Allergietabletten aus Asien!).

Weiter ging es Richtung Norden, ueber Newcastle und unserer ersten Nacht auf einem richtigen Campingplatz (mit Duschen!) direkt am Strand (Achtung vor Schlangen). Danach folgten einige Naechte auf kostenlosen Rest Areas direkt am Highway (auch hier gibt es Schlangen, Vorsicht!) und ein auch nur sehr kurzer erster Zwischenstopp in Byron Bay, um so schnell wie moeglich ins bessere Wetter zu kommen. Innerhalb weniger Tage waren wir also schon recht weit noerdlich und im naechsten Nationalpark (Great Sandy Nationalpark). Dort blieben wir zwei Naechte auf einem etwas besseren Bush Campingplatz (direkt am Strand, allerdings mit noch mehr Muecken und Sandfliegen!) und verbrachten viel Zeit mit lessen, Karten spielen (wir werden immer besser, Kai nimm dich in Acht ;) ) und in der Sonne sitzen.

Mehr Zeit um weiter noerdlich zu fahren hatten wir leider nicht, da wir den Camper ja Anfang Oktober nach Brisbane zurueck bringen mussten. Deswegen ging es nach den zwei Naechten wieder gen Sueden, Richtung Goald Coast. Natuerlich wollten wir uns das beruehmt beruechtigte Surfers Paradise wenigstens mal angucken, sind allerdings nach einer Runde mit dem Camper durch die Stadt wieder geflohen. Der Lonely Planet beschreibt den Ort als “trashige Partyzone” was wir nur noch durch “den Ballermann Australiens” ergaenzen wuerden.. schnell weg! Wohin also nun, nachdem alle unsere vorherigen Plaene erst durchs Wetter und dann durchs angebliche Paradies fuer Surfer ueber den Haufen geworfen wurden? Zurueck nach Byron Bay fuer einen laengeren Zwischenstopp natuerlich :)

Da wir uns schon bei unserem ersten kleinen Halt dort ueber Campingplaetze informiert hatten, wussten wir recht schnell wo wir hinwollten und fanden einen kleinen aber sehr netten Campinplatz in der Naehe der Stadt mit einem Backpacker Special fuer 12,50 Dollar pro Nacht pro Person. Perfekt! Duschen, Pool, Gemeinschaftskueche und nette Nachbarn inclusive. Direkt am ersten Tag auf dem Platz lernten wir Josh und Roger aus Australien sowie David aus Israel kennen, mit denen wir dort die restlichen Tage verbrachten (unser erstes Australisches Fussball spiel sahen (nicht zu vergleichen mit europaeischem Fussball… das Spielfeld erinnert auch eher an ein Quidditchfeld..), ein Geburtstags BBQ abhielten zu dem wir Kartoffelsalat beisteuerten, eine Tim Tam Party an einem Wasserfall feierten, viel Einrad fuhren und Pois umherschwangen, sowie alle moeglichen von Joshs Zirkusspielzeugen ausprobierten (David nannte ihn immer liebevoll den Clownman), die beste Ueberraschungspizzen ueberhaupt gegessen haben, Fische adoptierten (die Glooblies) und an unserem letzten Morgen ein australisches Fruehstueck serviert bekamen). Nach einem traurigen Abschied und 4 Tagen Byron Bay mussten wir uns allerdings aufraffen und weiterfahren, damit wir noch die letzten zwei Nationalparks die wir auf unserer Liste stehen hatten, besuchen konnten (Springbrook und Lamington).

Nach diesen beiden Parks mussten wir dann am 5.10. schweren Herzens den Camper in Brisbane abgeben. Trotz eines platten Reifens (den wir gott sei Dank mit der Hilfe eines sehr netten Truck Fahrers wechseln konnten), zerstochenen Armen und Beinen und des schlechten Wetters am Anfang, waren diese drei Wochen mit das Beste was wir auf unserer Reise bisher gemacht haben.

In Brisbane verbrachten wir drei weitere Naechte vor unserem Flug nach Auckland. Schoene Stadt, sehr gutes Hostel (nur leider voll von wirklich unangenehmen Deutschen..), ein wunderschoener botanischer Garten, eine Backpackerbar in der wir uns als Franzoesinnen ausgaben und dem besten Wetter was man sich nur vorstellen kann. Danke Brisbane! Und Auf Wiedersehen Australien, wir werden ganz sicher nochmal wiederkommen!

Nach einem kurzen Flug (1 1/2 Filme) landeten wir dann im 16Grad warmen Auckland und wurden netterweise von unserer Neuseelaendischen Freundin Bronwyn, die wir beim Pub Crawl in Siam Reap, Kambodscha, kennengelernt hatten, vom Flughafen abgeholt und sind zusammen mit ihr in ihr Haus in Auckland gefahren um dort ein paar Tage und Naechte zu verbringen.

Was wir hier bisher alles erlebten laesst sich nur schwer beschreiben… (und das nicht weil wir es nicht mehr wissen ;) ), wir haben unglaublich viele sehr nette Leute kennengelernt, einen Roadtrip mit Bronwyn und ihren Mitbewohnern gemacht, Schafe gestreichelt, nahmen an einem Pub Quiz teil, waren in einem anderen Pub, haben gefuehlte 50972 Runden King Cup (Feuerring) gespielt, gegrillt, deutsch gekocht, den seltsamsten Film aller Zeiten gesehen (Hedwig and the angry Inch), ueber Olivia geredet, deutsch unterrichtet (SCHWARZ ODERR RCHOT?), die Rheinhausener Schaf Dach Rumaenen Geschichte ungefaehr 200mal erzaehlt, an Fenster gemalt, den Erlkoenig aufgesagt, einem Hund Unterwaesche angezogen, Glutenfreie Pizza gegessen, Wein auf einem Weingut getrunken, wir waren dabei wie sich ein Freund hier im Wohnzimmer den Knoechel gebrochen hat, haben ein paar deutsche Vorurteile bestaetigt, Asiaten dabei beobachtet wie sie Kirschbaeume fotografieren und so viel mehr… :)

Im Moment sitzen wir auf Bronwysn Sofa und warten darauf, dass sie Mittagspause hat und wir die Reste von unserem gekochten Essen von gestern essen koennen um danach in die Stadt zu fahren und bei der Post nochmal nach unserem Laptop nachzufragen…nervig. Dann geht es morgen fuer uns mit dem Bus Richtung Norden in ein Hostel in dem wir eine Woche arbeiten, dann zu unserem naechsten helpxjob, dann zu den Herr der Ringe Sachen und dann zum naechsten job… yay Neuseeland :)

“…keep careful watch of my brother`s souls,

and should the sky be filled with fire and smoke,

keep watching over Durin`s sons…”

(I see fire – Ed Sheeran)

 

Kommentare funktionieren wieder…

Moin….,

Ulla war aufgefallen, dass sie nicht mehr kommentieren konnte…Update…repariert…da Ihr solange nichts geschrieben habt…., hattet Ihr auch so ein Problem oder seid Ihr einfach nur glücklich und müsst daher nix schreiben…?

Gruß,

 

Mathes