Archiv für den Monat: Januar 2015

They used to sing about the birds and the bees…

Halló aus Island und willkommen zu unserem wohl letzten Blogeintrag dieser Reise.

Island!!

Unfassbar schön, nur leider etwas grau, verschneit und windig im Moment. Wir sind nun fast drei Tage hier (sind knapp dem Schneesturm in New York entkommen, was ein Glück!) und schon sehr begeistert von Land und Leuten!

Reykjavik ist schön und klein und wir haben es in der kurzen Zeit in der wir hier sind schon fast komplett gesehen. Insgesamt ist Island ungefähr nur dreimal so groß wie die Niederlande und hat knapp 370.000 Einwohner (weniger als Duisburg…). Alles erinnert recht stark an Neuseeland (abgesehen vom Schnee natürlich).

Unser Hostel heißt „KEX“ was übersetzt so viel heißt wie Keks und ist wunderschön, mit Abstand das schönste Hostel der Reise (bzw. wohl auch das schönste Hostel in dem wir je waren). Die Leute, die wir hier bis jetzt hier kennengelernt haben sind alle unfassbar nett, was unter anderem auch dazu führte, dass wir gestern einen spontanen Roadtrip mit drei unserer Mitbewohner machten. Raus ging es aus Reykjavik und ab ins „echte“ Island. Schnee, Eis, Wasserfälle, Vulkane, Gletscher und schwarze Strände. Traumhaft schön, wir können es kaum erwarten nochmal im Sommer herzukommen. Ist ja praktischerweise auch nur knapp 3 Flugstunden von uns entfernt.

Leider ist das Wetter mal wieder nicht so auf unserer Seite und unsere Nordlichter Tour wurde schon zweimal abgesagt. Hoffentlich haben wir die nächsten Tage noch Glück. Im Moment sitzen wir in einem sehr gemütlichen Cafe voll mit alten Sofas und Sesseln, trinken heiße Schokolade und schauen dem Schneetreiben draußen zu. Heute Nachmittag werden wir in uns gemütlich in einen von Reykjaviks vier Hot Tubs setzen, den Kopf in den Schnee halten während alles vom Kopf abwärts im heißen Wasser entspannt.

Morgen werden wir zu unserem nächsten und letzten Roadtrip aufbrechen (wieder mit zwei unserer Mitbewohner, Roy und Elise, beide aus Australien) um ein Stück des Golden Circles (eine der bekanntesten Touristenrouten gesäumt von Wasserfällen, Geysiren und Seen) zu erkunden. Donnerstag wird dann nochmal entspannt und wir werden versuchen uns schonmal kopfmäßig ein bisschen auf Zuhause einzustellen.

Sonst haben wir die letzten Tage mal ein bisschen gerechnet, überlegt und kurz ein paar Fakten der letzten knapp 10 Monate zusammengefasst:

In genau 303 Tagen in denen wir unterwegs waren, haben wir ungefähr 50.350km zurück gelegt (Luftlinie, bedenkt man zum Beispiel die verqueren Busrouten in Asien kommen wahrscheinlich noch ein paar Kilometer mehr dazu).

Wir haben 10 Länder auf 4 Kontinenten besucht, in 23 verschiedenen Hostels und auf 6 Sofas bei unterschiedlichen Leuten auf der ganzen Welt übernachtet.

Zusammen haben wir 14 ½ Bücher gelesen, 5 paar Schuhe durchgelaufen, sind 2 mal per Anhalter gefahren und haben 2 Musicals besucht.

Dinge die wir verloren haben/die kaputt gegangen sind/oder die wir dummerweise irgendwo liegen gelassen haben:

  • ein Handy (fiel vom Balkon unserer Wohnung in Sydney)

  • der Laptop (ging in Asien kaputt, bekamen wir in Neuseeland wieder)

  • diverse T-Shirts, Strumpfhosen, Schuhe, Strickjacken, Ohrringe..(das Meiste davon ist unerklärlicherweise in den Tiefen unserer Rucksäcke verschwunden)

  • zwei Tupperdosen (eine liegt wahrscheinlich immer noch in Byron Bay im Kühlschrank des Campingplatzes, die andere liegt ziemlich sicher bei unserem Housesitting Job in New York)

  • ein Buch (verloren auf der Harry Potter Halloween Party in Wellington)

  • eine Flasche Wein (auch in Wellington im Hostel)

  • ein Nackenkissen (gekauft in Australien, vergessen in Neuseeland)

Dinge die wir gefunden haben oder die uns netterweise geschenkt wurden:

  • eine gelbe Mütze (gefunden Silvester in einer Metrostation in New York)

  • einen Ring (auch Silvester in New York)

  • eine Jacke (…auch Silvester in New York…)

  • Bücher (Danke Tom für Game of Thrones, sonst Hostels…)

  • Toilettenpapier (…“gefunden“..überall..man wird ja geizig)

  • Spielkarten (auf einer Toilette einer Campingplatz Toilette in Neuseeland)

  • Bier (…auch auf besagter Toilette..)

  • eine Teekanne (World Bar in Sydney)

  • einen Teebecher (gefunden in Kais Uni)

Unsere Top 3 (in unbestimmter Reihenfolge)…

Städte: New York, Melbourne, Wellington

Landschaften: Neuseeland/Island (sehr ähnlich), Australien, Vietnam

Netteste Einheimische: Thailand, Australien, Neuseeland

Hostels: KEX (Reykjavik, Island: wunderbar gemütlich), Nomads (Wellington, Neuseeland: kostenloses Abendessen!), City Backpackers (Christchurch, Neuseeland: Steckdosen an den Betten, sehr wichtig!)

Feierei: Auckland!!! (Neuseeland), Wellington, Harry Potter Halloween (Neuseeland), Koh Tao (Thailand)

Hier hin nie wieder : Laos, Ho Chi Minh City (Vietnam), LA (USA)

Beste Wetter: Thailand, Vietnam, Fiji

Bestes Essen: Nah Trang (Vietnam, 5 Gänge Menü mit Getränk für 5 Dollar), Bangkok (Thailand, On Nuit Nachtmarkt), Curry!), Helpx Levin (Neusseland)

Beste Betten: Sydney (Australien, Airbnb), Levin (Neuseeland, Helpx), Camper in Australien

Schlimmster Sonnenbrand: Neuseeland nach dem Sea Kayaking, Fiji, Thailand

Beste Campingplätze: Byron Bay (Australien), Queenstown, Christchurch (eigentlich waren in Neuseeland alle Campingplätze sehr gut, selbst die kostenlosen)

Unerwartete Begegnungen: Subway New York Filmemacher, Richard Taylor, Hodor (!)

Schlimmste Ausflüge: Vogelpark Wellington Neuseeland (verkatert nach Halloween), Phong Nah Cave Vietnam, Sappa Vietnam

Schönste Ausflüge: Hobbiton Neuseeland, Ninh Binh Bootstour Vietnam, Sappa Vietnam

Lieder die wir gehört haben: Let her go – Passenger (mp3 Player, Radio, Supermärkte, Nachbarn, auf den Fähren, Hey there Delilah – Plain White Ts (das erste Lied auf dem mp3 Player im Camper, der immer wieder von vorne angefangen hat..!!), Golden Circle – Honig, (weil es schön ist!)

Am meisten…

… Dinge im Supermarkt kaufte Julian

… gegessen haben wir beim Helpx Job in Levin

… Geld gaben wir in Australien aus

… gefroren haben wir in Australien und Island

… gestunken hat es in Rotorua (und unserem Hostelzimmer in Christchurch)

… geregnet hat es in Sydney

… getrunken haben wir in Auckland

… Angst auf den Straßen hatten wir in Los Angeles

… Schokolade aßen wir in Australien (TimTams!)

… Schnee lag in Island

… nass wurden wir beim Songkran (asiatisches Neujahrsfest) in Thailand

Die/Der/Das lustigste/n…

…Witze erzählteYannick („Yannick erzähl mal ´nen Witz?“ – „Was gibt’s denn für Witze?“)

… Modetrends fanden wir in Bangkok

… Kellner gab es in Kambodscha („Why not?“)

… Lied, das wir kennen und lieben lernten war „Kung for en Dag“

… Tradition lernten wir auf den Fijis kennen (Schlammwasser trinken…lecker)

Die/Der/Das/Den beste/n…

… Bar fanden wir in New York (Marie´s Crisis)

… heiße Schokolade tranken wir in Reykjavik im Stofan Café

… Spontanaktionen fanden in Kambodscha (Bierglasmusik mit Emma und Agathe) und Island statt (Roadtrip mit Roy, Elise und Johnny)

… Flug war der von Singapur nach Melbourne (Danke Emirates für unglaublich gutes Essen und die beste und größte Filmauswahl)

… (und günstigste) Markt besuchten wir in Bangkok

Alles in allem eine sehr gelungene Zeit!

Vielen Dank für alles!

Wir freuen uns schon sehr auf euch :)!

Bis dahin…macht es gut, wir sehen uns ganz bald wieder!

Dörthe und Ann-Christin

Jumping up and down the floor,
My head is an animal.
And once there was an animal,
It had a son that mowed the lawn.
The son was an ok guy,
Thay had a pet dragonfly.
The dragonfly it ran away
But it came back with a story to say.

Her dirty paws and furry coat,
She ran down the forest slope.
The forest of talking trees,
They used to sing about the birds and the bees.

The bees had declared a war,
The sky wasn’t big enough for them all.
The birds, they got help from below,
From dirty paws and the creatures of snow.

And for a while things were cold,
They were scared down in their holes.
The forest that once was green
Was colored black by those killing machines.
But she and her furry friends
Took down the queen bee and her men.
And that’s how the story goes,
The story of the beast with those four dirty paws.

(Dirty Paws  – Of Monsters and Men)

A heart in New York, a rose on the street…

Ihr Lieben,

mal wieder ist es viel zu lange her, dass wir hier was geschrieben haben aber die Zeit vergeht auch wirklich wie im Flug und wir kommen fast nicht hinterher. Erstmal wünschen wir euch noch allen ein frohes neues Jahr, bleibt gesund und glücklich! Hoffentlich hattet ihr alle schöne Feiertage, wir haben euch alle sehr vermisst und ein schönes aber auch seltsames Weihnachten so weit weg von euch allen gefeiert. Aber nun erstmal der Reihe nach…

Wir waren auf den Fijis! Nach einem angenehmen Flug von Christchurch nach Nadi (haben am Notausgang gesessen, Beinfreiheit!) haben wir eine Nacht in einem 25 Bett Zimmer auf der Hauptinsel Fijis verbracht. Völlig okay, wir sind nach dem langen Flug sowieso nur noch in unsere Betten gefallen. Am nächsten Morgen wurden wir dann um 7 Uhr abgeholt, zur Fähre gebracht und ca 2 1/2 Stunden auf die Insel (Waya Lailai), auf der wir die nächsten drei Nächte verbringen sollten, geschippert.

Eine sehr schöne Insel (leider nicht die Schönste wie wir später feststellten, aber gut…Luxusprobleme ;) ). Sehr nette Inselbewohner, gutes Essen (zu dem wir und die ca. 15 anderen Besucher dreimal am Tag mit Trommeln gerufen wurden), bequeme Hängematten und einigermaßen gutes Wetter (natürlich musste es einen Tag regnen…). Wir haben schön entspannt und viel gelesen, neue Kartenspiele gelernt, eine Art traditionelles Schlammwasser getrunken (klingt seltsam, war es auch!) und nette Leute aus Dortmund bzw. Stuttgart kennengelernt, die wir bestimmt zuhause nochmal wiedersehen werden :)

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Nach den Fijis ging es dann los in die USA, erster Stopp, Los Angeles. Nachdem wir ein paar Stunden durch ein paar unschöne Gegenden der Stadt geirrt sind, fanden wir dann auch spät Abends endlich unser Hostel! Gott sei Dank! Glücklicherweise befand sich unser Hostel auf einer der etwas besseren Straßen der unschönen Gegend, immerhin ;)

Generell haben wir zu Los Angeles auch leider nicht besonders viel Gutes zu sagen. Eine riesen Stadt ohne vernünftige öffentliche Verkehrsmittel. Wir waren jeden Tag Stunden unterwegs, nur allein schon um irgendwo hinzukommen. Sehr nervig. Die Leute sind uns auch nicht besonders freundlich begegnet, vieles schien leider recht aufgesetzt. Ein paar schöne Sachen haben wir natürlich aber doch gemacht wie eine Wanderung zum Hollywood Zeichen bzw. einem großartigen Ausblick auf die Stadt, wir waren in den Warner Brothers Studios und durften uns original Kostüme (ua.  Harry Potter, Batman) sowie mehrere Filmsets und Serienkulissen (Gilmore Girls, Spiderman..) und TV Studios (Two and a Half Men, Friends..) anschauen und fast überall Fotos machen. Leider konnten wir nicht alles sehen, da natürlich George Clooney genau zur selben Zeit da sein musste um Szenen für neuen Film (Hail, Caesar!) zu drehen…na klar.. ;) An unserem letzten Tag in LA haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Beverly Hills gemacht, sind neben den Reichen und Schönen den Rodeo Drive entlangspaziert und haben uns den Sonnenuntergang in Santa Monica am Pier angeschaut, wunderschön!

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Generell waren wir dann aber doch froh am Abend unseren Flug nach New York nehmen zu können (natürlich erst nach der großartigen Sicherheitskontrolle am Flughafen, inklusive Ganzkörper Scanner, seltsam).

Nach 5 Stunden Flug war es dann aber endlich soweit, New York! Die Stadt von Woody Allen, Spiderman, ca. 9 Millionen anderen Einwohnern und definitiv ein Stop unserer Reise dem wir mit am meisten entgegenfieberten. Und bis jetzt wurden wir nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, wir lieben es!! Die ersten Tage wanderten wir einfach ein bisschen durch die Stadt, machten einen kurzen Abstecher zum Times Square, verbrachten einen ganzen sonnigen Tag im Central Park und ließen erstmal die Stadt ein wenig auf uns wirken.

Nachdem wir die ersten paar Tage in einem günstigen gemieteten Zimmer in der Mitte von Brooklyn verbracht haben sind wir dann endlich am 21.12. in unsere Housesitting Wohnung (übrigens auch in Brooklyn) gezogen, und haben unseren Hund Oskar und dessen netten Besitzer Adam kennengelernt. Mit Adam haben wir einen netten Abend verbracht, er hat uns eine kleine Nachbarschaftstour gegeben und wir haben den letzten Hobbit Teil im Kino gesehen (wir fanden ihn so lala..obwohl es schon nicht schlecht war nochmal Neuseeland auf der großen Leinwand zu sehen :) ).

Weihnachten haben wir ganz ruhig verbracht, wir haben gekocht und Filme geschaut (ein Hoch auf Netflix!) und waren ein bisschen krank. Silvester waren wir in einer netten Bar, voller Bücher, haben einen Ring, zwei Mützen und eine Jacke “gefunden” (ehm) aber leider kein Feuerwerk gesehen.

Der erste Schnee der dann vor ein paar Tagen gefallen ist, macht New York nur noch schöner und wir sind wirklich froh hier zu sein :)! Unser weiterer Plan ist es erstmal die nächsten Tage hier noch zu genießen und uns von dem Stress den wir die letzten paar Tage hatten (Wasserschaden in der Wohnung, zu aufwändig um es jetzt hier zu erklären) zu erholen.

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Alles Liebe aus New York :)

“… I write my song to that city heartbeat
A heart in New York, a love in her eye, an open door and a friend for the night.”

(A Heart in New York – Art Garfunkel)