Make a friend in every town…

Vor nicht allzu langer Zeit begaben sich zwei junge Mädchen in einem fremden Land, auf den Weg in den hohen Norden in der Hoffnung auf Arbeit, Unterkunft und einer warmen Mahlzeit am Tag. Durch eine befreundete Einheimische gelangten die beiden nach nur knapp vier Stunden Fahrt in einen Ort Namens Kerikeri, der, wie sich bald herausstellen würde, nicht genau das war, was die beiden sich davon versprochen hatten…

 

Hallo ihr Lieben :)

Wir sind mittlerweile, nach ein paar ereignisreichen Tagen, in Neuseelands Hauptstadt Wellington angekommen. Wie wir euch in unserem letzten Eintrag bereits berichtet haben, ging es nach den spaßigen Tagen in Auckland Richtung Norden, nach Kerikeri. Angeblich sollte uns dort das Hostel einer Schwester, einer Freundin von Bronwyn aus Auckland, erwarten, in dem für jeweils zwei Stunden Arbeit am Tag, für eine Woche bleiben sollten. Abgesehen davon, dass uns die besagte Schwester (Kerry Anne), von der Busstation abholen wollte, wussten wir nicht viel mehr.

Nachdem sie uns eine Stunde zu spät vom Busbahnhof abgeholt hatte und wir einen sehr verwirrenden Abend mit ihrer Familie und zwei anderen deutschen helpxern in einer Art Ferienanlage verbracht hatten, stellte sich heraus, dass Kerry Anne überhaupt kein Hostel besitzt, sondern sich gerne deutsche Mädels bei helpx sucht, die ihr bei der Hausarbeit und der Aufsicht ihrer 6 Kinder helfen sollten.. etwas verwirrt gingen wir an diesem Abend ins Bett um am nächsten Morgen erstmal 4 Stunden das ganze Haus zu putzen (4 Stunden, da wir ja am Abend vorher an ihrem Barbecue teilgenommen haben, obwohl sie uns vorher gesagt hatte, dass wir unser eigenes Essen kochen müssen, was an sich natürlich auch kein Problem gewesen wäre, hätten wir das nur vorher einmal alles geklärt). Nach ein paar Stunden stellte sich außerdem heraus, dass sie eigentlich nicht wirklich Ashleighs (Bronwyns Freundin aus Auckland durch die wir an die ganze Sache gekommen waren), Schwester ist, sondern nur die Schwägerin, und ihr nur einen Gefallen tun wollte und wir eigentlich nicht wirklich willkommen waren.

Die nächsten Tage verbrachten wir dann hauptsächlich mit ihren wirklich, wirklich lieben und netten Kindern (Lizzie 4, Sam 5, Ethan 7, Chloe 9, Joe 11 und Connor 15), auf die wir die meiste Zeit aufpassten (natürlich viel mehr als 2 Stunden am Tag, da es für Kerri Anne nicht ungewöhnlich war einfach mal ein paar Stunden zu verschwinden und uns mit ihren Kindern allein zu lassen ohne uns zu sagen wann sie wieder da sein würde). Naja…an dieser Stelle könnten wir noch mehr ins Detail gehen, wie wunderbar die Kinder doch waren und wie furchtbar die Mutter, das heben wir uns allerdings dafür auf, wenn wir wieder da sind und wir es euch so erzählen können.

Zum krönenden Abschluss sagten uns dann auch noch die Leute unseres nächsten Jobs, in der Nachbarstadt ab und wir beschlossen zur Erholung wieder zwei Tage zu unseren Freunden nach Auckland zu fahren um uns dann daraufhin in den Süden zu fahren.

Die Tage in Auckland waren mal wieder sehr schön, waren mal wieder beim Pub Quiz und haben alle netten Menschen dort wiedergesehen!

Von Auckland aus, ging es weiter nach Rotorua (die stinkende Stadt, wie wir sie liebevoll nennen, danke heiße Quellen!) um von dort unsere kleine Hobbiton Tour zu starten. Das Hostel in der stinkenden Stadt war super! Kostenlose Nudeln und kostenlosen Reis und sehr nette Zimmermitbewohner, unter anderem auch der liebe Julian aus der Nähe von Berlin, der zufälligerweise am selben Tag mit uns die Hobbiton Tour machte.

Hobbiton war..unglaublich! Bei perfektem Wetter spazierten wir durch das originale Filmset, genau dort wo vor einigen Jahren auch Frodo, Sam, Bilbo und so viele andere ihre Zeit verbrachten. Das Gefühl, was dabei aufkam ist wirklich schwer zu beschreiben und wird vielleicht eher auf den vielen, vielen Fotos und Videos die wir gemacht haben, vermittelt (keine Laptop News übrigens). Die Tour endete dann mit einem kostenlosen Hobbitbier im grünen Drachen, bevor dann der ganze Bus noch zum Souvenirshop gekarrt wurde in dem man unter anderem Hobbit-Nagelknipser zu überirdischen Preisen kaufen konnte…wir haben uns dort mal dezent zurückgehalten.

Den nächsten Tag nutzten wir wieder zum planen und verbrachten einen gemütlichen Abend mit Julian und selbst hergestellter Rotwein-Kiwi-Bowle im Hostel um am nächsten morgen weiter nach Taupo zu fahren. In Taupo besitzen Bronwyns Eltern (aus Auckland) eine kleine Ferienwohnung, in der wir netterweise für ein paar Tage, kostenlos Bronwyns Mutter (Delwynne) Gesellschaft leisten durften. Aufgrund des wirklich schlechten, regnerischen Wetters verbrachten wir einen Großteil der Zeit mit Delwynne vor dem Fernseher und hörten uns verschiedenste lustige Geschichten über ihre Kinder an. Außerdem verbrachten wir einen Abend im hauseigenen Hot Water Pool (..nochmal danke, heiße Quellen!). Am letzten Abend in Taupo wurden wir dann auch noch von Delwynne zu einem wirklich, wirklich guten und recht teuren Essen eingeladen (Danke!)..die Zeit war wirklich großartig.

Nach drei Nächten ging es dann weiter nach Wellington, wo wir schon zusammen mit Julian ein Hostel gebucht hatten (inklusive kostenlosem Frühstück und Abendessen!!) Nach einer ewig langen Busfahrt, ausgiebigem Quatschen mit Julian, unserem gratis Abendessen in der Bar nebenan (Hühnchencurry mit Reis!) und einem Abendspaziergang am Hafen fielen wir Abends todmüde ins Bett!

Am nächsten Abend freundeten wir uns dann auch mit dem Rest unserer Mitbewohner des 8-er Zimmers an, zwei Holländern und einem Schweden (der im Augenblick neben mir sitzt und versucht mitzulesen..klappt nur so mittel gut.)

Nach einigen holländischen Kartenspielen und der üblichen Runde Feuerring, schafften wir es dann auch alle zu überreden mit zu unserer Harry Potter Halloween Part zu schleppen, die wir vorher im Internet gefunden hatten.

Alles in allem also ein sehr gelungener Abend! Am nächsten Morgen wurden wir dann von unseren Mitbewohnern, in eine Art Vogelpark mitgeschleppt, der ganz nett war…wenn man sich für Vögel interessiert.. immerhin wissen wir jetzt einiges mehr über die einheimischen Vögel und ihre Eigenarten, das ist doch auch was! Abends dann wieder das selbe Programm wie am Abend davor, kostenloses Abendessen in der Bar nebenan und Kartenspiele mit den Mitbewohnern.

Mittlerweile sind die beiden Holländer weg und wir sind nur noch zu viert in unserem schönen Zimmer für acht Leute. Das haben wir die letzten beiden Abende auch gut genutzt und mit Julias Videokamera, Filme und Serien an die Wand projiziert und uns gefühlt als hätten wir unser ganz privates Kino. Sehr schön!

Gleich geht es wahrscheinlich in die botanischen Gärten, und morgen brechen wir zu einer anderen Herr der Ringe Tour auf! Wir können es kaum noch erwarten. Leider ist morgen auch schon wieder unser letzter Tag in Wellington. Übermorgen Nachmittag nehmen wir den Bus nach Levin, wo wir dann von unseren nächsten Helpx Gastgebern (Andrew und Christine) abgeholt werden. Mit den beiden haben wir schon mehr Kontakt gehabt als mit den anderen davor und sind sehr zuversichtlich, dass es diesmal endlich eine bessere Erfahrung wird! Daumen drücken!

Außerdem haben wir den Camper für unsere letzten zwei Wochen auf der Südinsel gebucht. Am 16.11. kommt dann auch die liebe Emma hier heruntergeflogen und am 18.11. geht es dann auch schon los. Wir freuen uns sehr!

Ach…am 7.11. haben wir übrigens Bergfest und sind dann schon 7 Monate und ein paar Tage unterwegs, unglaublich wie die Zeit vergeht. Wir vermissen euch alle sehr und hoffen es geht euch gut! Allerliebste Grüße aus dem Land der Schafe und grünen Hügel!

“The songs that we sing, they turn our arms into wings ,

We’ll meet again in this golden circle we’re in”

(Honig – The Golden Circle)

2 Gedanken zu „Make a friend in every town…

  1. Harul Longwood

    It’s amazing!!!
    I ever dreamed of reading something like this. One year doing nothing….
    Epic!!!
    Fast so cool wie Mountains ;p

    Antworten

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